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Das schaut, hört und liest die Redaktion: Wir präsentieren unsere persönlichen Empfehlungen zu Serien, Dokumentationen, Reportagen, Podcasts und Büchern. Dieses Mal mit dabei: »Pogačar: Der Beste« – die Biografie von Andy McGrath über den derzeit dominierenden Fahrer des Radsports, die zeigt, warum Tadej Pogačar schon jetzt zu den Größten zählt.
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Weitere InformationenEr tut es schon wieder: Tadej Pogačar triumphierte im März 2026 beim prestigeträchtigen Radrennen Mailand–Sanremo und gewann damit eines der letzten Monumente, die ihm noch fehlten.
Der Slowene ist für viele Expert:innen ein Phänomen und wird bereits häufig mit dem großen Eddy Merckx verglichen. Nicht ganz zu Unrecht, sieht man sich seine beeindruckende Vita an. Grund genug für den Sportjournalisten Andy McGrath, eine Biografie über ihn zu verfassen. Der Autor spricht für sein Buch »Pogačar: Der Beste« zwar nicht persönlich mit Pogi – wie er von den Fans liebevoll genannt wird –, führt aber Gespräche mit einer Vielzahl an Weggefährt:innen des Großmeisters des Radrennsports und gilt als ausgewiesener Kenner des Radzirkus.
Die Geschichte von Pogačar als Ausnahmekönner bei den Profis reicht noch gar nicht so lange zurück, und so steigt das Buch mit der Tour de France 2020 ins Geschehen ein, seinem ersten Sieg bei der Rundfahrt. Seitdem sind zwar nur wenige Jahre vergangen, jedoch viele Siege hinzugekommen: drei weitere Tour-Triumphe, der Sieg beim Giro d’Italia 2024, diverse Monumente des Radsports sowie Weltmeister- und Europameistertitel. Doch eine Biografie wäre nicht vollständig, wenn die Kinder- und Jugendjahre ausgespart würden. Pogačars Aufwachsen im slowenischen Komenda – einer Gemeinde mit rund 1.000 Einwohner:innen in der Mitte des Landes – wird ebenso behandelt wie seine Zeit in der Juniorenklasse Mitte der 2010er-Jahre.
Da der Radsport ein hartes Geschäft ist, gehören Niederlagen und Stürze dazu. Vor diesen Unwegsamkeiten ist selbst ein Könner wie Pogačar nicht gefeit. McGrath schafft es in seinem Buch, Triumphe und Tiefpunkte so zu erzählen, dass stets die menschliche Seite des Sportlers sichtbar bleibt. Pogi ist abseits der Straßen oft nur ein ganz normaler Typ, der gern Spaß macht und Memes auf Instagram postet – wie durch die Lektüre des Buches ersichtlich wird, sofern man seinen Account nicht abonniert hat.
Stichwort Niederlagen: Erst vor wenigen Tagen trat der Slowene zum zweiten Mal beim wohl legendärsten Eintagesklassiker Paris–Roubaix an. Wie im vergangenen Jahr reichte es diesmal erneut »nur« zu Rang 2 hinter dem Belgier Wout van Aert. Zudem fehlt ihm noch ein Sieg bei der Vuelta, die er bislang nur einmal als Neo-Profi im Jahr 2019 bestritt. Die Geschichte Pogačars ist daher noch nicht auserzählt und wartet auf ihre Fortsetzung – bis dahin lohnt sich erst einmal die Lektüre des Buches. 