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Salzburg Open: »Trotz Thiem-Absage so gut wie noch nie« [Exklusiv]

Lesedauer: 4 Minuten

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Bereits zum dritten Mal finden von 9. bis 16. Juli 2023 die Salzburg Open – Österreichs drittgrößtes Tennisturnier – statt. Als Medienpartner haben wir exklusiv mit Veranstalter Gerald Mandl über Vorbilder, die überraschende Absage von Tennisass Dominic Thiem und zukünftige Budgets in Millionenhöhe gesprochen.

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Herr Mandl, welchen Stellenwert haben die Salzburg Open für das Bundesland Salzburg?

Einen immer größer werdenden. Nach zwei anfänglich schwierigen Jahren ist das Interesse im dritten Jahr sehr groß – sowohl medial als auch politisch. Dieses Interesse möchten wir in Zukunft noch weiter ausbauen.

Die größte Herausforderung am Standort Salzburg ist, dass man als Veranstalter eines Tennisturniers sehr viel Durchhaltevermögen benötigt, um entsprechende Anerkennung und finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Wie viele Mitarbeiter sind bei den Salzburg Open im Einsatz?

Wir haben circa 40 ehrenamtliche Mitarbeiter, die rund um das Turnier im Einsatz sind.

Landesrat Stefan Schnöll gemeinsam mit Turnierveranstalter Gerald Mandl und SalzburgerLand-Tourismus-Geschäftsführer Leo Bauernberger: »Die besten Spieler hier in Salzburg zu haben, ist für uns als Veranstalter extrem wichtig.«

© Salzburg Open / SalzburgerLand Tourismus

Wie viel Budget haben Sie zur Verfügung?

Wir benötigen ein Budget von 400.000 Euro, um das Projekt auf die Füße zu stellen. Davon finanzieren wir 50 bis 70 Prozent über Sponsorengelder.

Wie viele verschiedene Nationen sind bei den Salzburg Open vertreten?

Wir haben Spieler aus 16 verschiedenen Nationen – von Indien, über Argentinien bis Australien ist alles mit dabei.

Welche Bedeutung haben heimische Tennisstars wie Dominic Thiem für ein Turnier dieser Größe?

Die besten nationalen Spieler hier in Salzburg zu haben, ist für uns als Veranstalter extrem wichtig. Damit geht auch das mediale Interesse einher, das wiederum in der Folge Sponsoren anlockt sowie den Ticketverkauf ankurbelt. In diesem Jahr ist uns das trotz der Absage von Dominic Thiem so gut gelungen wie noch nie.

Dominic Thiem sagte die Teilnahme an den Salzburg Open einen Tag nach dem Wimbledon-Aus aus gesundheitlichen Gründen ab: »Im ersten Moment war es sehr enttäuschend.«

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Wie wirkt sich die Absage von Dominic Thiem auf das Turnier aus?

Im ersten Moment war es sehr enttäuschend. Selbstverständlich geht die Gesundheit eines jeden Sportlers vor, aber es ist schade, wenn so etwas passiert. Mit Absagen dieser Art muss man allerdings rechnen.

Mit etwas Abstand sehe ich es gelassen. Der Erfolg eines Turniers kann nicht an einer einzelnen Person hängen, das wollen wir auch nicht. Wir veranstalten ein großes Tennisfest – ob ein großer Spieler absagt oder nicht, muss egal sein.

Sehen wir Dominic Thiem nächstes Jahr bei den Salzburg Open?

Wir sind bereits in der Planung für das nächste Jahr und bereiten uns optimal vor. Und ja, es ist auch in Zukunft das Ziel, internationale Aushängeschilder wie Dominic Thiem zu uns nach Salzburg zu holen. Inwiefern Topspieler auch zusagen, hängt aber immer auch von der ATP-Weltrangliste ab.

Um größer zu werden, benötigen wir fast das zehnfache Budget – also knapp vier Millionen Euro.

Welche Ziele verfolgt das Turnier für die Zukunft?

Es gibt einen langfristigen Plan. Wir wollen nicht bei einem ATP-125-Challenger-Turnier stehen bleiben, sondern größer und damit international relevanter werden. Das wäre ein enorm bedeutender Schritt. Dafür benötigen wir allerdings fast das zehnfache Budget – also knapp vier Millionen Euro – sowie eine dafür vorgesehene Lizenz.

Sind andere heimische Tennisturniere wie die Generali-Open in Kitzbühel oder die Erste Bank-Open in der Wiener Stadthalle Vorbilder?

Ja, selbstverständlich. Wir können von jedem Turnier lernen und uns etwas abschauen. Wir haben mit Kitzbühel und der Wiener Stadthalle zwei Vorzeigeturniere in Österreich, die unter den Spielern weltweit sehr beliebt sind. In diesen Sphären wollen auch wir uns in Zukunft bewegen.

Herr Mandl, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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