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Foto: SLC | Dieser Beitrag ist ursprünglich in der 35. Ausgabe des Sport Business Magazin (02-2022) erschienen.

LEADERSHIP Wer fragt, der führt. Deshalb ist es gerade im Leadership essentiell, die richtigen Fragen zu stellen, Organisationsstrukturen qualitätvoll weiterzuentwickeln und am Ende auch Wertschöpfung durch politische sowie gesellschaftliche Wahrnehmung zu generieren. Genau dieser Aufgabe widmet sich der Sport Leading Circle.

Frei nach dem Motto von Winston Churchill »Never waste a good crisis« haben sich Führungspersönlichkeiten der Sportwirtschaft just während der Covid-19-Pandemie im Oktober 2020 und auf Einladung von Branchenkenner Anton Pichler zu einer Innovationsgemeinschaft zusammengetan. Unter dem Namen Sport Leading Circle setzen sie sich proaktiv in einem überparteilichen Schulterschluss für das Wohl der Sportbranche ein.

Strategischer Ideenpool mit Mehrwert

Der Sport Leading Circle ist ein motivierter Kreis aus Vertretern von zertifizierten Sport Leading Companies sowie Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Wirtschaft. Sie alle verbindet das Ziel, dem Bereich Sportund Freizeitwirtschaft jenes politische Gehör zu verschaffen, das ihm aufgrund seiner realen Bedeutung zusteht. Schließlich ist der Sport – vom Breiten- bis zum Spitzensport – aufgrund seiner gesellschafts-, gesundheits- und wirtschaftspolitischen Relevanz von unschätzbarem Wert. Betrachtet man die jährliche Wertschöpfung in Österreich, so generiert laut der SportsEconAustria (SpEA) allein die Sportwirtschaft über 24 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und schafft damit Arbeitsplätze für rund 477.000 Beschäftigte.

Österreichs Sportgütesiegel »Sport Leading Company«

Als Grundbaustein zur Teilnahme am Sport Leading Circle dient ein strenges Audit zur Zertifizierung als Sport Leading Company, das von der SportsEconAustria (SpEA) – Österreichs Sportökonomisches Institut und Partner des Sportministeriums – getragen wird. So wie man sich in der Technik auf ISO-Normen und bei Lebensmittel auf das AMA-Gütesiegel verlassen kann, bildet dieses renommierte österreichische Gütesiegel in der Sportwirtschaft den Gradmesser für Qualität. Diese Zertifizierung ist eine gute Möglichkeit für Unternehmen, sich ihren hohen Standard objektiv bescheinigen zu lassen, Strategien neu zu überdenken und dadurch zukunftsorientierte Weiterentwicklung zu ermöglichen. Das betrifft sowohl die Wahrnehmung nach außen in Richtung Öffentlichkeit, als auch nach innen hinsichtlich der Arbeitsqualität für Mitarbeitende.

Agiles Leadership statt eindimensionales Management

Für die Auszeichnung verantwortlich zeichnet sich die SpEA rund um Geschäftsführer Christian Helmenstein. Als wissenschaftliche Basis dieser Organisationsbetrachtung dient das Modell der sieben Funktionsebenen eines Unternehmens von Friedrich Glasl sowie die Sicht von außen auf die Organisation nach Ken Wilber. Durch die systemische Betrachtung interner Qualitätskriterien auf Basis der Selbstdiagnose bekommen Unternehmen auch einen professionellen Blick auf bisher noch ungenutzte Potentiale.

Dies eröffnet die unmittelbare Chance, sich weiterzuentwickeln. Das althergebrachte Management hat diesbezüglich ausgedient, denn es bedeutet nur »eine Organisation am Laufen zu halten«. Leadership hingegen heißt, die Organisation zu verändern, seine Mitstreiter mitzureißen, Stärken zu stärken sowie gesellschafts- und gesundheitsrelevante Werte zu leben. Denn am Ende sind Zahlen, Umsätze und Gewinne stets die Folge von agilen und zeitgemäßen Entscheidungen.

Sport Leading Council: Wenn der Rat tagt

Die als Sport Leading Company ausgezeichneten Unternehmen dienen als breite Basis der Organisations-Pyramide. Darauf baut in mittlerer Ebene der Sport Leading Circle auf. Ganz oben bildet ein Steuerungsgremium – das sogenannte »Sport Leading Council« – die Spitze des Organigramms. Dieses Council – also der Rat aus Entscheidern der Sport- und Freizeitwirtschaft – hat das Ziel, zukunftsweisende und erfolgsfördernde Ideen zu entwickeln und deren Umsetzung zu fördern. Als strategischer Ideengeber der Sportwirtschaft ist er auch Ansprechpartner für die Regierung, für Entscheider und für die gesamte Interessensgemeinschaft.

Diese Steuerungsgruppe wird vom Gründer der Sport Leading Company, Anton Pichler, zusammengestellt und trifft sich in periodischen Abständen zu Abstimmungen rund um Ausrichtung, Impulssetzung und Netzwerkerweiterung. Über allem steht das Ziel, gemeinsame Synergien zu nutzen, um die Sportwirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln, denn: gemeinsam bewegt man mehr. #

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