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Foto: facebook.com/weuro2022 | Text und Grafik: Statista

STATISTIK Trotz der starken Leistungen und positiven Entwicklung im Frauenfußball, sind Preisgelder und Prämien bei großen Turnieren im Vergleich zu den Männern gering. Andere Sportarten wie etwa Tennis sind dahingehend deutlich fortschrittlicher.

Die englische Fußballnationalmannschaft der Frauen gewinnt das Finale der Europameisterschaft gegen Deutschland und vollendet damit, was der Herren-Nationalelf im Vorjahr nicht gelungen ist. Es ist der erste internationale Titel seit 1966, der wieder ins »Heimatland« des Fußballs geht. Finanziell honoriert wird der Erfolg aber vergleichsweise kaum.

Wie eine aktuelle Statista-Grafik veranschaulicht, ist das geschlechterspezifische Lohngefälle bei den aktuellen Turnieren enorm. 16 Millionen US-Dollar an Prämien wurden von der UEFA an die Frauen-Nationalteams der EURO ausgeschüttet. Das entspricht weniger als fünf Prozent des Beitrags, der im letzten Jahr an die Männer ausgezahlt wurde. Allein der Europameister der Männer erhält kumuliert durch alle Preisgelder der Gruppenphasen und den Finalsieg mehr als insgesamt im Geldtopf der Damen steckt.

Die FIFA hat angekündigt, dass das Preisgeld für die Frauen-WM 2023 deutlich angehoben wird. Trotz dieses Fortschritts entspricht die Summe von etwa 69 Millionen US-Dollar immer noch nur einem Sechstel der für die Männer-WM 2022 in Katar vorgesehene Summe. Auf internationaler Ebene bewegen sich die Dinge zumindest in die richtige Richtung, national hängen die Verbände allerdings stark hinterher. Nur wenige Verbände bemühen sich die Gender Gap zu schließen. Vorreiter im Prämienausgleich ist der US-Fußballverband – dank des Anfang des Jahres beschlossenen »historischen« Tarifvertrags, werden die Preisgelder der Herren- und Damenteams bei Turnieren, an denen beide teilnehmen – beispielsweise EM und WM –, zusammengelegt und gleichmäßig verteilt. #

Infografik: So niedrig sind die Prämien im Frauenfußball | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

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