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GASTBEITRAG Wie schönfärberische Stehsätze das mentale Potenzial von Spitzenfußballern beeinflussen können. Ein Gastbeitrag von Buchautor und Publizist Dr. Alexander Bernhaut.

Besonders im Sport wimmelt es von klischeehaften Phrasen und abgedroschenen 08/15-Aussagen, die eines nicht fördern: eine sachlich-selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung; nämlich der bereits vollbrachten und der noch zu vollbringenden. Buchautor und Publizist Dr. Alexander Bernhaut nimmt diese Redensarten genauer unter die Lupe und entlarvt sie als untaugliche Binsenweisheiten.

Bevor ich mich der Gefahr aussetze, als »völlig Ahnungsloser« in Sachen Fußball tituliert zu werden, lassen Sie mich bitte vorausschicken, dass meine sportliche Vita auch Fußballzeiten bei Admira Wacker (Jugend/Junioren-Bereich), dem Wiener Unterhaus (während meines Medizin-Studiums) und der Landesliga (schon als promovierter Mediziner) beinhalten. Weiters möchte ich betonen, dass kritische Anmerkungen meinerseits nicht als besserwisserische Auswüchse eines vermeintlich Gescheiterten (weil keine Profikarriere vorliegt), sondern vielmehr als fruchtbare Anregungen verstanden werden sollten. Anregungen, die in Zukunft einigen Trainern, Spielern, Funktionären, Journalisten oder Sportreportern eine andere rhetorische Herangehensweise und damit mehr »Klartext«-Formulierungen entlocken könnten – quasi als Best-Case-Variante.

ALEXANDER BERNHAUT Der Buchautor und Publizist nimmt bekannte Fußball-Redensarten genauer unter die Lupe und entlarvt sie als untaugliche Binsenweisheiten.  | © Bernhaut

Der Konjunktiv hat weiterhin Saison

Aufmerksamen Lesern von Sportseiten in Tageszeitungen oder TV-Konsumenten von Fußballübertragungen wird es schon aufgefallen sein: die verbalen Zusätze wie hätte oder wäre, also die Möglichkeitsform in Interviews, Statements oder auf Pressekonferenzen hat in der Welt des Profifußballs leider alles andere als ausgedient. Noch immer hört oder liest man Sätze wie »wir hätten uns den Sieg verdient«, »wenn wir nicht so ein frühes, blödes Tor bekommen hätten, dann wäre das Spiel anders verlaufen« – halt!

An dieser Stelle MUSS ich reingrätschen (ich war Abwehrspieler!) oder wie ein Trainer dazwischenpfeifen und zwei Fragen stellen: 1. Was bitte ist ein blödes Tor und wie sollte man dann ein »gscheites« Tor beschreiben? 2. Wie kann man eigentlich beweisen, dass das Spiel dann anders, ich nehme an, besser gelaufen wäre? Diese Fragen sind meiner Meinung nach leicht zu beantworten, wenn man fachlich sachlich analysiert. 1. in Wahrheit gibt`s nur Tore, die gefallen sind. Selbst abgefälschte Schüsse oder Schüsse durch die Beine des Torhüters, die zum Torerfolg führen, sind nicht blöd, sondern schlichtweg fußballerische Fakten. 2. Den Beweis kann man ehrlicherweise nicht erbringen. Einfach deshalb, weil mir kein Trainer oder Fußballer bekannt ist, der eine hellseherische Veranlagung vorweisen kann.

Das psychologisch wirklich Problematische an solchen Aussagen ist die bewusste Annahme einer Art Opferrolle. Unter dem Motto »wir waren eigentlich das bessere Team, wurden jedoch durch (mindestens) ein blödes (als Alternative wird gerne auch das Adjektiv unnötiges verwendet) Tor geschlagen«, wird häufig die eigene Leistung automatisch positiv bewertet, ein mögliches Unvermögen (Chancenauswertung, Alibi- oder Angsthasenfußball) ausgeblendet, unter den Fußballteppich gekehrt.

Das Reservoir an abgedroschenen Phrasen im Bereich des Profifußballs ist leider nahezu unerschöpflich. Unter den in den letzten Jahren besonders gerne verwendenden Wortspenden, sind nobelpreisverdächtige, verbale Schmankerln darunter, die ich Ihnen nicht vorenthalten will.

»Wir haben uns für den gezeigten Aufwand nicht belohnt«

Wenn ich so ein Statement höre und weil ich ein emotionaler Typ bin, kommen mir da manchmal fast die Tränen. Es klingt tendenziell ein bisschen nach vergangenen Schulzeiten, in denen man sich als Schüler für seinen Lerneinsatz nicht »belohnt« hat, bei einer Prüfung durchgefallen ist oder auf eine Schularbeit den berühmt-berüchtigten »Fetzen« (Fünfer) geschrieben hat. Aber wir befinden uns nicht in der Schule, sondern im gut bis sehr gut bezahlten Profisport Fußball! Wobei ich mich keineswegs als simpler Neider von Spitzensportlern mit Spitzengagen sehe, ganz im Gegenteil gönne ich jedem alles; nur klingt das Märchen von der Nicht-Belohnung etwas armselig und wird dennoch gefühlt zehnmal pro Spieltag gebetsmühlenartig wiedergekäut.

 

»Es hat uns einfach das Quäntchen Glück gefehlt«

Glück und Pech: WIRKLICH relevante Kategorien? Ich würde mich nicht als Hobby-Glücks- (oder Pech-)Forscher bezeichnen und demnach solche Kategorien und deren mögliche Konsequenzen auch »fachlich« zu bewerten trauen, nur eines ist mir als ehemaliger Aktiver und langjähriger Fußball TV-Konsument klar geworden: Glück oder Unglück/Pech hatten und haben aus meiner Sicht bis auf äußerst wenige Ausnahmen, im Sport im Endeffekt keinerlei Relevanz.

Und trotzdem kommen diese Begriffe gerade in der Weltsportart Nummer eins am häufigsten zum Zug. Auch und vor allem in diversen medialen Berichterstattungen. Und damit wird wieder ein weiteres Puzzle für das große Bild des Schönredens, der Nicht-Analyse und eines Ausblendens sachlich-ehrlicher Eigenkritik gehegt und gepflegt. Folge davon zumeist: wenig bis keine Weiterentwicklung.

 

»Wir möchten den Gegner ärgern«

Vor dem EM-Viertelfinalspiel der Österreicherinnen gegen Deutschland hatte eine Spielerin der ÖFB-Auswahl gemeint, dass »wir die Deutschen ärgern wollen«. Diesen Satz habe ich  zwar schon zuvor einige Male gehört, dennoch hat er sich im Sprachgebrauch des Fußballsports erst kurzfristig eingenistet; und ist wieder ein treffendes Beispiel eines grundfalschen Zugangs unter manchen Profis und Trainern. Dazu fällt mir spontan folgendes, plakatives Bild ein: mit einer Größe von knapp unter einen Meter achtzig »versuche« ich einen zwei Meter Koloss zu »ärgern«, versetze ihm einen Schlag (eher ein »Schlägchen«) auf seinen linken Oberarm, verliere aber den ungleichen Kampf deutlich.

Mein Beispiel ist bewusst überspitzt formuliert, aber mit dieser Einstellung eines praktisch schon vor Matchbeginn unterlegenen Teams, sollte, nein  darf man(n & Frau) nicht in ein Match gehen. Apropos: unsere Damen haben gegen Deutschland schlussendlich auch verloren, aber und Achtung! die nächste Floskel folgt auf den Fußballerinnenfuß: »aber wir konnten erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen.« Na dann…

»Wir haben nix zu verlieren«

Wer so einen Satz, so ein Prinzip verinnerlicht hat, der HAT schon verloren! Mehr kann und will ich zu diesem weitverbreiteten Unsinn, der sich im Fußballerjargon schon seit langer Zeit hartnäckig hält, gar nicht schreiben. Oder vielleicht doch: ganz im Gegenteil hat man sehr wohl etwas zu verlieren, nämlich das Spiel!

 

»Wir werden das Herz auf dem Platz lassen«

Über diesen oder ähnlich geartete martialische Sprüche muss ich zumeist schmunzeln. Natürlich ist mir bewusst, was ein Fußballer damit ausdrücken will; nur würde es meiner Meinung nach genügen, wenn der Spieler seinen Einsatzwillen (sollte der nicht, besonders bei Profis integraler Bestandteil seiner Arbeitseinstellung sein?) einfach durch eine Aussage à la »ich werde mit vollstem Engagement ins Spiel gehen!« zum Ausdruck bringt, wobei diese Basiseinstellung zum Beruf des Fußballers sowieso Voraussetzung sein sollte. Um nun einen textlichen Purzelbaum zurück zum vermeintlichen Organspender zu schlagen: mein verstorbener Vater war Kardiologe, also Herzspezialist UND Fußballfan. Ich glaube, er würde sich bei dieser allzu pathetisch-heldenhaften Aussage im Grab umdrehen.

 

»Wir haben das Spiel praktisch mit 0:1 begonnen«

Dieser Satz ist einer meiner Favoriten in Sachen Realitätsverkennung bei Trainern und Spielern. Und ich habe solche pseudomäßigen Analysevarianten, die eigentlich nur billige Ausreden darstellen, relativ häufig in Interviews nach Fußballspielen vernommen. Überspitzt formuliert, wird unter der völlig irrationalen Parole »was untersteht sich der Gegner eigentlich, gegen uns schon in Minute eins ein Tor zu erzielen!?«, die Tatsache, dass ein Spiel mit dem Anpfiff des Schiedsrichters beginnt und dementsprechend »die Kugel rollt« und als Konsequenz daraus Torszenen UND erzielte (Gegen)Treffer integrale Bestandteile eines Fußballmatches sind, einfach ausgeblendet. Ähnlich verhält es sich mit Gegentoren in den letzten Minuten der regulären Spielzeit oder Nachspielzeit. Auch hier gilt das demokratische Prinzip: JA, es dürfen Treffer erzielt werden!

»Diese bösen, bösen Tore aus Standards«

Eine allseits beliebte Frustaussage betrifft die Tatsache, (zu viele) Gegentore aus Standardsituationen erhalten zu haben. Von Trainern und Spielern gleichermaßen hört man da teils schon jammernde Statements, wenn die gegnerische Mannschaft aus Freistößen, nach Eckbällen oder Elfmetern (da natürlich kaum, außer die Beschwerde richtet sich gegen das Schiedsrichterteam einschließlich dem VAR von wegen gerecht oder ungerecht gegeben!) Tore  erzielen konnte.

Wobei einer der relevanten Statistiken aus der Deutschen Bundesliga in diesem Fall eine eindeutige Prozentzahl ausspuckt: bis zu 40 Prozent der geschossenen Tore resultieren vor allem aus Freistößen und nach Eckbällen inklusive Elfmetern. Wobei diese Zahlen von Saison zu Saison etwas variieren, zuletzt die Treffer aus Eckstößen die Nase vorn hatten. Was ist die Quintessenz daraus: nahezu die Hälfte aller Tore fallen NICHT aus dem Spiel heraus, sondern eben aus Standardsituationen.

Somit ist ein wichtiges Trainingselement, sich nämlich auf die effiziente Verteidigung von Standardtoren zu fokussieren beziehungsweise gar keine Standards zuzulassen, absolut nachvollziehbar, nur in der Realität (siehe Statistik) kaum umsetzbar. Unter dem Motto »die Wahrheit liegt auf dem Platz« (diese Redewendung finde ich persönlich zur Abwechslung sogar zutreffend), wird es immer wieder solche Tore nach ruhenden Bällen geben und sie sollten nicht als eine Art Ausrede für verlorene Partien dienen.

 

»Die vielzitierte Doppel- und Dreifachbelastung«

Was schön langsam wirklich nervt, ist das teilweise jammernd vorgebrachtes Bekräftigen der berühmten Doppel- oder Dreifachbelastung (zumeist nach schlechten Auftritten oder Niederlagen) im Verlauf einer Saison. Und zwar deshalb, weil dies im krassen Gegensatz zur von Spitzenteams anfangs geäußerten Zielsetzung steht, »in möglichst vielen Bewerben vertreten sein zu wollen, auch und vor allem auf internationaler Ebene«.

Ja, was jetzt? Bei manchen Protagonisten aus der Welt des Fußballs fehlt mir in diesem Zusammenhang eine klare und kontinuierliche Linie, die da lauten sollte: wir bekennen uns zu unseren ehrgeizigen Bestrebungen mit all den möglichen, schmerzlichen Konsequenzen (Ermüdungserscheinungen und Verletzungen beziehungsweise Ausfälle von Spielern, Leistungsabfall in der laufenden Meisterschaft). Außerdem verweise ich auf die vorhandene Kaderbreite bei den meisten Spitzenvereinen – ob auf nationaler (hier ragt Red Bull Salzburg heraus) oder internationaler Ebene (Topmannschaften aus England, Spanien, Deutschland, Italien, Portugal und Frankreich).

Letztlich wollen Fußballer aus ihrem persönlichen Ehrgeiz heraus spielen, spielen und nochmals spielen; und das ist gut so! Teilweise gebremst in ihrem Eifer (geschont) werden sie dann sowieso durchs jeweilige Trainer-, Ärzte- und Physioteam im Sinne eines gelebten Rotationsprinzips.

 

»Das kleine Fußballland Österreich«

Was die bisherigen Phrasen anbelangt, so war es nicht notwendig, die verschiedenen dazugehörigen Personen beim Namen zu nennen, weil jedem halbwegs aufmerksamen TV- oder Zeitungskonsument (soziale Medien inkludiert) diese Zitate geläufig sind; und weil sie von sehr, sehr vielen Protagonisten im Fußballsport verwendet werden.

Mit der Analyse des vermeintlichen »Klassikers« unter den diversen Pseudo-Weisheiten, verlasse ich kurzfristig meine Linie und werde mich mit einer in Österreich berühmten Persönlichkeit auseinandersetzen, die im TV als Analytiker und in einer Tageszeitung als Kolumnist (leider) immer wieder genau diese Floskel fast schon als Parole zum Besten gibt. Es bedarf jetzt keines großen Rätselratens, um wen es sich handelt; ja, gemeint ist Österreichs Jahrhundertfußballer Herbert »Schneckerl« Prohaska! Wer nun vorschnell denkt, ich sei ein eingefleischter Rapidler, der irrt.

Ich habe den »Schneck« aufgrund seiner virtuosen Fußballkunst schon immer bewundert. Egal, ob er im (Wiener) violetten Dress aufgelaufen ist oder in Italien bei Inter Mailand und AS Roma für Furore gesorgt hat. Als regelmäßiger Besucher des legendären Wiener Stadthallenturniers, konnte ich mich an seinen technischen Raffinessen kaum satt sehen-ähnlich wie die schon verstorbene Fußball-Lichtgestalt Johann Cruyff, tanzte der »Schneckerl« durch die Abwehr- oder Mittelfeldreihen der Gegner wie ein Marcel Hirscher im Stangenwald eines Slaloms.

Ein einziges Mal hatte ich Prohaska kennenlernen dürfen und war angetan von seinem zugänglichen, bescheidenen Auftreten. Und wenn es an dieser Stelle auch fast schon paradox klingen mag: auch als TV-Analytiker und Zeitungskolumnist sind seine teils launig-charmant vorgetragenen Kommentare für mich zumeist stimmig. Außer, wenn sich »Schneckerl« wieder einmal auf das sportpsychologische Glatteis begibt und in welchem Kontext auch immer »das kleine Fußballland Österreich« ins Spiel bringt.

Lieber, von mir wirklich verehrter, Herr Prohaska, Österreich hat laut neuester Statistik fast neun Millionen Einwohner und rangiert im FIFA-Ranking auf Platz Nummer 33. Zum Vergleich: Island hat 370.000 Einwohner und belegt Platz 63! Die Relation ist auffällig. Noch auffälliger die Folgende:  Belgien hat gerade einmal circa zwei Millionen Bewohner mehr als Österreich, belegt jedoch Platz zwei!!! (hier sind drei Rufzeichen wirklich angebracht) Das vergleichsweise wahrlich kleinen Uruguay mit seinen 3,5 Millionen Menschen rangiert auf FIFA-Platz Nummer 13. Man könnte diese Liste und vor allem die assoziierten Relationen zwischen Einwohneranzahl und FIFA-Ranglistenplätzen um einige weitere Länder fortsetzen, aber ich denke, dass meine Botschaft angekommen ist.

Wenn unsere ÖFB-Auswahl gegen einen potenziell stärkeren Gegner verliert, heißt es häufig: Wir sind halt ein kleines Land; und Schwupps katapultiert man sich in die recht beliebte Opferrolle. Der kleine David hat halt gegen den großen Goliath nichts ausrichten können. Weitere, sachliche Analysen sind  somit unangebracht, »abhaken« heißt das Motto. Die Formulierung »das kleine Österreich« dient gleichzeitig als Statement und Rechtfertigung-zwar praktisch, aber nicht wirklich konstruktiv. Interessanterweise wird nicht selten dieselbe »sich Kleinmachen-Plattitüde« nach Siegen oder Unentschieden verwendet.

HERBERT PROHASKA »Eine in Österreich berühmte Persönlichkeit, die im TV als Analytiker und in einer Tageszeitung als Kolumnist (leider) immer wieder Floskel fast schon als Parole zum Besten gibt« | © FUSSBALL KONGRESS

Der schwache David ist über sich hinausgewachsen, der allzu euphorische Jubel wird erneut mit der Einwohnerzahl in Verbindung gebracht. Bitte, bitte, »Schneckerl« & Co., die ihr nicht müde werdet, diesen Slogan auf eure Experten-Fahnen zu schreiben: diese Ausdrucksweise ist grundfalsch und fördert obendrein weder selbstbewusstes, noch selbstkritisches Agieren. Dass wir Österreicher dafür bekannt sind, entweder in einen euphorisch überlagerten Schwebezustand zu geraten oder uns selbst zu zerfleischen, ist nicht vollständig von der Hand zu weisen.

Lassen sie mich bitte noch einmal denn geistigen Purzelbaum zum vielzitierten »kleinen Fußball-Österreich« schlagen und eine Art Prophezeiung wagen: der sagenhafte Ernst Happel würde sich im Grab umdrehen, hatte und hätte niemals vom kleinen Österreich, kleinen Holland, kleinen Feyenoord, HSV, FC Brügge oder FC Tirol geredet – weder vor, noch nach einem Match!

Zum Abschluss meines Kommentars will ich mich noch genauer dem Einfluss der Sprache auf unser geistiges Innenleben widmen; die hierzu gewonnen Erkenntnisse sind praktisch eins zu eins auf den Bereich Fußball anwendbar. Vorweg, sozusagen als Beispiel für diese These, will ich ein Szenario beschreiben, das den meisten von uns wohlbekannt ist. In der Schule, in der Lehre oder im Studium gab und gibt es das Prinzip »Lernen durch Wiederholung«.

Durch häufiges Wiederholen von Begriffen, Ausdrücken und Redewendungen, nimmt man sozusagen die dadurch transportierten  Botschaften geistig auf und verinnerlicht sie; so entstehen bewusste (kommt von Bewusstsein!) Einstellungen und Zugänge, die auch im Spitzensport anzutreffen sind. Dieses, grundsätzlich wichtige und richtige Prinzip des Lernens durch Wiederholung, ist integraler Bestandteil der persönlichen Entwicklung eines Menschen. Nur, wenn falsche Botschaften verinnerlicht werden und diese sich in den Köpfen festsetzen, dann kann dieser Mechanismus  zu einer mentalen Schwächung beitragen. #

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